5 Profi-Tipps von den besten Fünf der Golf-Weltrangliste

Jordan Spieth auf einer Pressekonferenz in Edison, New-Jersey, vor dem Barclays Cup 2015

Golfprofi Jordan Spieth aus den USA ist aktuell der beste Golfer der Welt.
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Auch die besten Golfer der Welt haben einmal klein angefangen. Die Ursache dafür, dass sie später Major Turniere wie die US Masters oder die U.S. Open gewinnen, liegt in ihrem Talent, ihrem Ehrgeiz und ihrem Fleiß. Ein bisschen Glück gehört natürlich auch dazu. Vermutlich werden die Wenigsten von Ihnen je ein Grand-Slam-Turnier im Golf gewinnen. Das sollte uns aber nicht daran hindern, vom Wissen und der Erfahrung der Golfprofis zu partizipieren. Eine positive Sichtweise der Dinge kann dabei sehr hilfreich sein. Eine Verbesserung des Golf-Handicaps kann sich auch wie der Sieg bei den British Open anfühlen. Die, die wissen wie es geht, nämlich die Top ten der Golf-Weltrangliste, geben hier wertvolle Tipps, damit Sie Ihrem Ziel näherkommen.

Die vier Major Turniere im Golfsport mit den wichtigsten Fakten und Rekorden

Bildquelle: sportwettenanbieter.info

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Platz 1: Jordan Spieth (USA) – Sieger der US Masters und der U.S. Open 2015

Der erst 22-jährige Jordan Spieth hat schon zwei Major Turniere gewonnen und wird vor jedem großen Turnier von den Buchmachern als der Topfavorit angesehen. Sportwetten auf die Sieger von Golfturnieren sind nicht so populär wie beispielsweise die Fußballspiele der internationalen Top-Ligen. Turniere der PGA Tour oder der European Tour bleiben bei den meisten Sportwettenanbietern meistens außen vor. Es sei denn, es steht eines der vier Major Turniere an. Diese haben einen ähnlichen Stellenwert wie die Tennis Grand Slam Turniere. Im Golfsport sind das folgende Turniere:

  • US Masters im April
  • U.S. Open im Juni
  • British Open im Juli
  • PGA Championship im August

Jordan Spieth ist aktuell der Weltranglistenerste im Golfsport (Stand: 17.01.2016). 2015 wurde er zum Spieler des Jahres auf der PGA Tour gekürt. Sein Tipp von ihm:

„Absolvieren Sie vor jeder Platzrunde ein umfangreiches Aufwärmprogramm. Beginnen Sie mit Putten auf dem Grün, erst nah am Loch, dann immer längere Putts. Danach folgen einige Schläge von außerhalb des Grüns mit den Wedges. Entfernen Sie sich auch hier immer weiter vom Loch und gehen Sie zu Schlägen mit dem Eisen über, danach falls vorhanden mit den Hybridschlägern und schließlich mit dem Driver. Auf diese Weise finden Sie am besten in Ihr Spiel und bekommen ein Gefühl für die Bewegungsabläufe.“

Jordan Spieth

Wie das genau aussieht, zeigt das folgende Video. Sein Aufwärmprogramm vor jedem Turnier dauert etwa eine Stunde und fünfzehn Minuten. In dieser Zeit absolviert Jordan Spieth etwa 250 Schläge.

komplette Schwünge65
Chip shots17
Putts57
lange Schläge139 (53% unter 100 yards)

Video zu Jordan Spieth

Platz 2: Jason Day (Australien) – Sieger der PGA Championship 2015

Ähnlich wie Jordan Spieth ist auch der Australier Jason Day urplötzlich in die Weltspitze des Golfsports vorgestoßen. Er kann bereits mit 29 Jahren auf vier Wochen als Nummer 1 der Welt zurückblicken. Unter schwierigen Bedingungen aufgewachsen, kämpfte er sich mit Willenskraft in die Golfspitze vor. Aktuell wird er auf Platz 2 geführt. Seine Spezialität sind vor allem weite Schläge. Sein Tipp für uns:

Weite Schläge sind das A & O für ein Spiel unter Par. Je schneller Sie den Ball zum Grün befördern, umso größer sind die Chancen auf einen Birdie. Um weit schlagen zu können, kommt es vor allem auf einen optimalen Schwung an. Arbeiten Sie stets an Ihrem Schwung. Es wird sich lohnen.“

Jason Day

Wie ein optimaler Schwung aussieht, zeigt Jason Day in dem folgenden Video:

Platz 3: Rory McIlroy (Nordirland) – Sieger der British Open und der PGA Championship 2014

Der Nordire Rory McIlroy ist der Dritte aus dem Kreis der jungen Wilden, die derzeit die Weltrangliste anführen. Schon mit 22 Jahren wurde er zur zweitjüngsten Nummer 1 der Weltrangliste. Aktuell liegt er auf Platz 3. Er ist vierfacher Major Champion und von den großen vier Turnieren fehlt ihm nur noch ein Sieg bei den US Masters. Er hat einen Tipp für alle Golfer, die von ihrer Statur her wie er normalerweise nicht die besten Voraussetzungen für den Golfsport mitbringen.

Mit 175 cm Körpergröße und 73 Kilogramm Gewicht ist mein Körper nicht gerade prädestiniert für den Golfsport. Der entscheidende Punkt, um trotzdem weite und akkurate Schläge ausführen zu können, ist die Hüftdreh-Geschwindigkeit. Durch eine hohe Rotations-Geschwindigkeit der Hüften dehnen sich die diagonal verlaufenden Bauchmuskeln so sehr, dass sie kurz nach dem Treffen des Balles kontrahieren und die Hüften in entgegengesetzter Richtung zurückdrehen. Dadurch wird ein Effekt wie bei einer Peitsche erzeugt. Der Arm, der die Peitsche führt, schwingt aus und zieht anschließend wieder in die entgegengesetzte Richtung zurück. Erst diese Bewegung des Zurückziehens bewirkt das Schnalzen der Peitsche. Diese kinematische Kette kann man auch beim Golfschwung erreichen. Die Energie wird von den Füßen startend aufgebaut, durch die Beine ins Becken geleitet und vom Becken durch den Oberkörper zu den Armen transportiert. Zu guter Letzt erreicht sie über die Hände den Schlägerkopf. Wichtig dabei ist, dass all Körperteile aufeinanderfolgend beschleunigen und nacheinander wieder stoppen oder langsamer werden. Erst dadurch baut sich die Geschwindigkeit des Schlägerkopfes immer weiter auf und entlädt sich in explosiver Weise auf den Ball.“

Rory McIlroy

Die Hüftdreh-Geschwindigkeit von Rory McIlroy liegt bei sagenhaften 720 Grad pro Sekunde. Wie außergewöhnlich dieser Wert tatsächlich ist, zeigt die folgende Tabelle:

durchschnittliche Hüftdreh-Geschwindigkeit

Grad pro Sekunde

bei den Profis der PGA-Tour

550

bei Golf-Amateuren

300

Nur so kann Rory McIlroy mit seiner Statur Schläge wie in dem folgendem Video fabrizieren.

Platz 4: Bubba Watson (USA) – zweimaliger Sieger der US Masters 2012 und 2014

Gerry Lester „Bubba“ Watson, Jr. ist der Autodidakt unter den Golf-Profis. Laut eigener Aussage hat er nie eine Trainingsstunde bei einem Golflehrer absolviert. Trotzdem konnte er zweimal die US Masters gewinnen. Sein Abschlag ist sehr eigenwillig und nicht zur Nachahmung empfohlen. Durch seine riskante Spielweise landen seine Bälle oft abseits der Fairways. Deshalb handelt sein Tipp auch davon, was in einer misslichen Lage zu tun ist.

Geben Sie nie einen Ball verloren. Bunker und hohes Gras gehören ebenso zum Golfsport wie das Fairway. Widmen Sie bei Ihren Übungsstunden deshalb auch diesem Untergrund genügend Zeit und überlegen Sie sich Strategien, wie Sie sich aus einer misslichen Lage befreien können. Das verbessert Ihr Handicap und somit die Lust am Golfsport.“

Bubba Watson

Wie das geht, zeigt er uns in dem folgenden Video. In der Finalrunde eines Turniers der PGA Tour schaffte er am 18. Loch einen Eagle aus dem Bunker heraus.

Platz 5: Henrik Stenson (Schweden) – erster Golfer, der in demselben Jahr den FedExCup in den USA und den Race to Dubai in Europa gewann

Im Gegensatz zu Bubba Watson ist das Spiel des Schweden Henrik Stenson auf Genauigkeit und Präzision ausgelegt. Im Jahr 2013, seinem bisher erfolgreichsten Jahr, führte er bei der PGA Tour die Statistik der getroffenen Fairways mit 72,65 % an. Aktuell liegt er laut pgatour.com in dieser Statistik nur auf dem geteilten 29. Platz mit 68,75 %. Die angestrebte Präzision geht bei Stenson zwar ein bisschen zu Lasten der Weite, aber sein Spiel ist einfach besser, wenn er vom Fairway schlagen kann. In der Statistik der durchschnittlichen Abschlagsweite lag er 2013 mit 290,9 Yards (266 Meter) immerhin noch auf Rang 66 von insgesamt 180 Spielern. Wie er seine Genauigkeit beim Abschlag erreicht, verrät er uns in seinem Tipp.

Wichtig ist, dass sich Arme und Oberkörper beim Abschlag als Einheit nach unten bewegen. Das ist nämlich die Voraussetzung dafür, dass der Ball auf der idealen, geraden Linie startet. Das verschafft Ihnen Selbstvertrauen und Sie vermeiden dadurch krumme Flugkurven. Wenn Sie den Ball gerade starten lassen, muss schon viel passieren, damit der Ball außerhalb des Fairways landet.“

Henrik Stenson

Im folgenden Video sieht man sehr schön, wie die Arme nach dem Schwung vor Stensons Brust bleiben und nicht wie bei der Mehrheit der Profigolfer seitlich abdriften.


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