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Golf zum Ausgleich: die Hobbys der Profisportler

Freizeitsportler, die gern ihren Feierabend auf dem Golfplatz verbringen, stehen nicht allein da. Auch viele Profi-Athleten nutzen das fleißige Einlochen als Ausgleich zu ihrem ansonsten anstrengenden Alltag. Darunter sind sowohl hochgehandelte Fußballstars als auch mindestens ein großer NBA-Promi. Was die Profisportler genau auf den Golfplatz zieht und welchen Hobbys sie außerdem nachgehen, schauen wir uns im Folgenden an.

Thomas Müller als echter Oberbayer mit Golf-Faible

Thomas Müller, dieser Name klingt den Sportfans spätestens seit 2014 in den Ohren, als die deutsche Nationalmannschaft die Weltmeisterschaft gewann. Der begabte Fußballspieler steht beim Rekordmeister Bayern München unter Vertrag und das schon seit Jahren. Mit seinem Team errang er mehrmals die deutsche Meisterschaft und den Pokalsieg, 2013 durfte er sich Champions-League-Sieger nennen. Müller ist ein originaler Oberbayer, er wuchs im Voralpenland auf und lebt dort noch immer. Mit seiner Heimat und den dortigen Traditionen fühlt er sich ebenso verbunden wie mit der malerischen Landschaft. Er mag seine privaten Rückzugsräume, die ihm die Möglichkeit geben, er selbst zu sein: So steht es auf seiner Homepage geschrieben. Wahrscheinlich avancierte gerade aus diesem Grund der Golfsport zu seinem liebsten Hobby, denn sich mit Freunden auf dem Platz zu messen, hat etwas sehr Geselliges und Entspannendes. Ganz abgesehen vom direkten Kontakt mit der Natur und der vielen frischen Luft. Wer genauer hinsieht, der merkt schnell, dass Fußball und Golf gar nicht so weit auseinanderliegen: Beides sind klassische Outdoor-Sportarten, die von den Ausübenden eine perfekte Ballkontrolle erfordern.

Chris Moneymaker als Pokerprofi und eleganter Club-Golfer

Wie beim Fußball gibt es auch beim Pokerspiel eine Reihe von Parallelen zum Golfsport, die weit über die Tatsache hinausgehen, dass die Spielflächen für alle drei grün sind. So hat zum Beispiel Chris Moneymaker das Golf-Fieber gepackt. Wenn er nicht am Pokertisch sitzt, hält er sich in den exklusivsten Clubs der Stadt auf, um an einer Golfrunde teilzunehmen. Der Kartenspieler, dessen realer Name tatsächlich Christopher Bryan Moneymaker lautet, erlangte Weltruhm, als er 2003 die Poker-Weltmeisterschaft für sich entschied. Wie aus dem Nichts war der bis dato unbekannte US-Amerikaner aufgetaucht, hatte 39 Dollar investiert und daraus in Las Vegas 2,5 Millionen Dollar gemacht. Seine Qualifizierung zu dem großen Turnier erfolgte online, danach hat er sich auf direktem Weg bis zur Spitze gezogen. Dieser Coup erregte derart viel Aufsehen, dass im Anschluss weltweit ein wahrer Pokerboom herrschte. Mit einem vorläufigen Gesamt-Preisgeld von 4 Millionen Dollar durfte sich Moneymaker 2019 über die Aufnahme der Poker Hall of Fame freuen. Die World Golf Hall of Fame wird ihm hingegen wohl auf immer verschlossen bleiben, doch das dürfte ihn nicht jucken.

Michael Jordan als NBA-Legende und Freund von Tiger Woods

1,98 Meter ist er groß, der wohl berühmteste Basketballer der Welt: Michael Jordan. Mittlerweile ist er etwas in die Jahre gekommen, im Februar feiert der Ex-NBA-Star seinen 57. Geburtstag. Trotzdem reicht sein Ruhm noch immer in alle Ecken der Erde. Wer sich mit Jordan beschäftigt, trifft schnell auf seine Freundschaft mit Golf-Legende Tiger Woods, die nicht von ungefähr kommt. Die beiden teilen sich eine innige Liebe zum Golfplatz, der Basketballer unternahm seine ersten Einlochversuche bereits in den 80er Jahren. Jordan sieht Woods‘ phänomenale Rückkehr in den Profisport als „größtes Comeback aller Zeiten“ an. Er selbst habe einmal eine zweijährige Basketballpause eingelegt, um dann wieder zum Team zu stoßen. Doch das sei eine viel geringere Leistung gewesen als der grandiose Hochstart seines Freundes, der sich gegen alle physischen, emotionalen und mentalen Hindernisse stellte, um diesen gewaltigen Erfolg zu erzielen. Für Jordan ist und bleibt das Golfen ein perfekter Ausgleichssport, mehr nicht. Zwischendurch zog es den Hünen auch schon zum Film: In „Space Jam“ spielte er Basketball mit Bugs Bunny und 1992 war er in einem Michael-Jackson-Videoclip zu sehen.

Andre Agassi als Stern am Tennishimmel und Freizeit-Golfer

Schon in Zeiten, als er noch lange, wilde Haare auf dem Kopf hatte, sah man Andre Agassi im Sommer wie im Winter mit einer Golftasche bepackt über den grünen Rasen flanieren. Obwohl der Ex-Tennisspieler schon sehr früh exzessiv den Schläger schwang, begleitete ihn offensichtlich der Golfsport immer schon nebenbei. Volle 21 Jahre dauerte seine große Karriere auf dem Tennisplatz an, er gewann in dieser Zeit 60 Einzeltitel, davon acht in den weltberühmten Grand-Slam-Turnieren. 1996 erkämpfte sich Agassi sogar die Goldmedaille bei Olympia. Heute lebt er gemeinsam mit Steffi Graf in seiner Geburtsstadt Las Vegas und geht geschäftlichen Tätigkeiten nach. Dem Golfen ist er treu geblieben, so wird gemunkelt. Doch offizielle Fotos davon sind schwer zu bekommen. 2009 kam seine Biografie heraus, die einige überraschende Offenbarungen beinhaltete. Das tat seinem Ruhm aber keinen Abbruch, ganz im Gegenteil: Andre Agassi wird heute mehr denn je als sozial engagierter Mensch wahrgenommen, der sein Umfeld durch positive Eingriffe verändert. 2011 erhielt er seinen Platz in der International Tennis Hall of Fame – wohl ganz zu Recht.

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Photo by Shinya Suzuki (Author), CC BY 2.0 (Licence)

Golf scheint nicht nur für die oben genannten Profi-Athleten weit mehr zu sein als ein einfacher Sport. In der Freizeit auf den Platz zu gehen, das bedeutet für sie alle einen mentalen und physischen Ausgleich zum anstrengenden Training. Hier geht es darum, ein Stück weit wieder zu sich selbst zu finden und andere Perspektiven einzunehmen.


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